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Ausgangslage
Kam eine Palette vom Lieferanten, begann Handarbeit. Im Portal der Spedition einloggen, den Kunden suchen, die Lieferadresse neu anlegen, die Auftragsnummer aus der Warenwirtschaft heraussuchen, den Warenwert ermitteln, Optionen wie Avis und Hebebühne setzen, Etikett erzeugen, die Sendungsnummer zurück in die Warenwirtschaft tippen und zum Schluss die Unterlagen per Mail an den Lieferanten schicken.
Die Prozessaufnahme hat jeden dieser Schritte einzeln bewertet und kam auf 15 bis 25 Minuten pro Sendung. Bei einer Lieferanten-Mail mit fünf Aufträgen ist das gut eine Stunde stumpfe Klickarbeit, jeden Tag aufs Neue.
Das eigentliche Problem war aber nicht die Zeit, sondern die doppelte Wahrheit. Adressen standen in der Warenwirtschaft und im Speditionsportal, und beide mussten gepflegt werden. Zieht ein Kunde um, ändert sich die Adresse an einer Stelle, und niemand merkt, dass die andere veraltet ist.
Dazu die Tippfehler-Falle: Adresse, Referenznummer und die lange Sendungsnummer wurden von Hand übertragen. Ein Zahlendreher in der Sendungsnummer bedeutet, dass eine Palette unterwegs ist und im System niemand weiß, welche.
